Kunden erzählen

Natalia aus Düsseldorf schreibt

Kunden erzählen - Mit Hunden leben.com
geschrieben von Carsten Wagner

Als ich Carsten Wagner auf Empfehlung einer Bekannten im Februar 2016 kontaktierte, war ich bereits am Ende mit meinen Nerven und wusste mir mit meinen beiden Hunden (Yorki-Mix und Dobermann-Mix) nicht mehr weiter zu helfen. Die Situation war so schlimm, dass es mir keinen Spaß machte mit den beiden vor die Tür zu gehen und ich mich gar nicht mehr traute, die Hunde frei laufen zu lassen. Die zwei hatten es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, alles zu attackieren, was 4 Pfoten hat und das lautstark. Dabei war es egal, ob sie an der Leine waren oder frei liefen. Sobald ein Artgenosse gesichtet wurde, ging das Theater auch schon los. Also ging ich nur noch dort spazieren, wo ich niemanden traf. Kam mir doch ein Hund entgegen, drehte ich wieder um oder ging woanders lang. Dabei ärgerte ich mich jedes Mal über mich selbst, weil ich einen Umweg laufen musste. Mit dem Yorki-Mix-Rüden, der 10 Jahre alt ist, hatte ich im Laufe der Jahre diverse Hundetrainer aufgesucht, Unmengen an Geld ausgegeben, alles ausprobiert was mir geboten wurde. Die Palette reichte von positiver Bestärkung bis hin zum Sprühhalsband. Das einzige was ich erreicht hatte, war dass der Hund immer unsicherer wurde und schon bald vertraute er mir gar nicht mehr. Sein Verhalten wurde immer schlimmer. Die Dobermann-Mix-Hündin war bis zu ihrem 2 Lebensjahr völlig unproblematisch. Dies änderte sich aber mit 2,5 Jahren und sie wurde noch schlimmer als der Kleine.

Ich habe ziemlich schnell einen Termin bei Carsten bekommen. Er kam zu mir nach Hause, hörte sich alles an und erzählte in einem 3stündigen Gespräch alles über seine Art der Hundeerziehung, über die Bindung, die nötig ist um eine Beziehung aufzubauen und das Vertrauen und Respekt. Es waren so viele Informationen auf einmal. Ehrlich gesagt hatte ich zu dem Zeitpunkt etwas völlig anderes erwartet. Ich dachte er zeigt mir einen Trick und damit lösen sich alle meine Probleme.

Gezeigt hatte er mir an diesem Tag, wie man die Hunde in den Innenfokus führt. Er hatte mir eine Leinentechnik an beiden Hunden vorgeführt und da habe ich zum ersten Mal gesehen, wie die Hunde sich auf ihn bezogen haben. Sie richteten sich vollkommen nach ihm aus. Ich war begeistert und hochmotiviert. Die Umsetzung gestaltete sich hingegen gar nicht so einfach. Ich musste mit jedem Hund einzeln trainieren, was viel Zeit und Geduld erforderte. Außerdem war meine Energie schwach und das spürten die Hunde. Ich musste also auch an mir arbeiten damit das funktionierte. Es dauerte Monate, bis ich verstand, was Carsten meinte, als er sagte: solange du dich in der Technik befindest, solange wirst auch stehen bleiben.

Wir gingen in den nächsten Schritt. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, die Hunde endlich mal von der Leine zu lassen. Das traute ich mir inzwischen auch wieder zu. Das Innenfokus-Training hatte mir Selbstbewusstsein gegeben. Der nächste Schritt war in der Theorie einfacher als in der Praxis, denn man muss sich auch trauen, in jeder Situation beständig zu sein. Am Anfang traute ich mich nicht so richtig und das hatten die Hunde gleich gemerkt und ausgenutzt. Ich verzweifelte und war kurz davor aufzugeben, weil es einfach nicht funktionieren wollte. Ich war frustriert und hatte keine Lust mehr weiter zu machen. Inzwischen waren sechs Monate vergangen und ich hatte die Hunde immer noch nicht im Griff. Es waren mehrere Trainingseinheiten bei Carsten nötig, damit ich wieder Mut fassen konnte weiter zu machen. Ab da ging es vorwärts. Ich blieb konsequent und traute mich auch öffentlich an mein Ziel festzuhalten. Dafür kassierte ich oft dumme Sprüche und wurde einmal sogar aggressiv angegangen. Es waren aber auch viele positive Reaktionen dabei. So manch einer war echt verblüfft, wie meine Hunde sich verändert haben. Es hat sich also auf jeden Fall gelohnt. Meine Hunde nehmen mich nun ernst, sie vertrauen mir und ich kann sie überall frei laufen lassen. Wir kommen an jedem Hund ohne Leine vorbei. Ich hätte niemals gedacht, dass es jemals möglich sein würde. Ich werde Carsten auf ewig dankbar sein, denn ich habe wieder Spaß an meinen Hunden und sie sind viel gelassener und entspannter. Der Weg war hart. Ich würde ihn aber immer wieder gehen.
Danke Carsten

Natalia aus Düsseldorf

Vielen Dank für den Erfahrungsbericht, liebe Natalia. Beziehungsaufbau zu einem Individuum ist immer mit einer gewissen Selbstreflexion gekoppelt. Wie sehr sich ein Hund auf eine Mensch-Hund-Beziehung einlässt, ist zu einem großen Teil davon abhängig, welche genetische Veranlagung er in sich trägt, aber auch, welche Erfahrungen er bis Dato gemacht hat. Der zweite Part dieser Verbindung ist nun der Mensch. Für Ihn gelten ähnliche Bedingungen. Erfahrungen in bestimmten Entwicklungsphasen lassen den Menschen, wie den Hund nun oft schematisch handeln. Das alles Aufzubrechen, um zu verstehen, kostet Überwindung und enorm viel Kraft. Dass es machbar ist, zeigt dieser sehr schön geschriebene Erfahrungsbericht. Mit Hunden leben.com bedankt sich für diese Zeilen.

Über den Autor

Carsten Wagner

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