Welpenerziehung

Welpentraining-hohes Niveau

Welpentraining - Belastung
geschrieben von Carsten Wagner
Welpentraining / Umwelttraining – hohes Niveau

Worum geht es in diesem Video? Wir zeigen und erklären einen möglichen Trainingsweg, der einen zuvor unsicheren Welpen in einen nervlich besser aufgestellten Junghund wandeln kann. Dieses kleine Video ist dahingehend interessant, weil es im Ansatz zeigt, wie notwendig es ist, dem Hund im ersten Jahr seiner Entwicklung die innere Ruhe zu lehren.

Innere Ruhe steht für optimale neuronale Vernetzung im Gehirn. Dieser Hinweis ist für Welpen mit einem sensiblen Nervensystem dahingehend wichtig, dass wir stabilisierende Veränderungen bedingt nur im ersten Lebensabschnitt, bis zur 16. Lebenswoche, effektiv verändern können. Merke: Stabilität lege ich im Welpenalter fest!

Das heißt nicht, dass Verhaltensweisen in Zukunft nicht verändert werden können. Das Gehirn ist plastisch! Es strukturiert sich in jeder angebrochenen Sekunde neu. Findet Umleitungen und verbindet sich auf seine Art und Weise mit einer Vielzahl von Schaltkreisen, die neue Verhaltenskomplexe nach außen trägt. Aus menschlicher Sicht nicht immer fehlerfrei! Neuronal „Fehlerhaft“ in Perfektion!

Das Video zeigt uns die Veränderung an einem Beispiel plastisch!
Umweltreize und Erfahrungen verursachen stetige Neustrukturierung des Gehirns. Fördere ich in den sensiblen Phasen eines Welpen die genetisch bedingten Schaltkreise durch eine gezielte Reiz-Stimulation, verändere ich automatisch das Stresssystem des Hundes, wodurch sich eine erhöhte Belastbarkeit einstellt, die wiederum zur inneren Ruhe beitragen kann.

Merke: Fehlerhafte Verbindungen zu genetisch bedingten Verhaltensschaltkreisen im Gehirn sind nach den sensiblen Phasen nicht mehr ohne weiteres zu verbinden. Gehen Sie davon aus, dass sich ausgeprägte Schwächen nach dem Beenden der 16. Lebenswoche manifestieren. Es brennt sich der unverkennbare Charakterzug ein! Achtung: Das Bild des Temperaments / Charakter ist nicht das Bild der Persönlichkeitsstruktur! Dieses Bild ändert sich ständig durch Umwelt und Erfahrung. Näheres erfahren Sie im bald erhältlichen Video-Kurs!

Zum Video: Gimli ist in diesem Video 6 Monate. Er ist von Haus aus ein gehemmter Typ. Sein Thema ist schon früh erkannt. Es ist die Belastung! Vor allem verunsichert ihn das Unterschreiten seiner Individualdistanz. Vor allem in der Enge und der direkten Konfrontation. Wie zeigt sich das? Gimli bellt im Verlauf seiner ersten Entwicklungsphasen alles und jeden an, der sich frontal nähert.

Große Hunde sind für ein großes Thema! Aber auch Menschen, die ihn in Räumen ansprechen, knurrt er an und lässt sich ungern anfassen! Gimli ist ein emotionaler Typ. Klammert sich vor allem an eine Bezugsperson! Neigt er hier schon zur pathologischen Abhängigkeit? Er ist ein Kandidat dafür! So viel steht fest!

Mit Plan und Verstand haben wir es geschafft, Gimli in einen recht aufgeweckten Kerl zu wandeln. Wie uns das gelungen ist?

Schaut Euch dazu das Video an. Ich erkläre im Ansatz, welche Abläufe helfen, einen Welpen mit Verunsicherungen bezüglich der Umwelt besser auf die Umwelt einzustellen. Das Ergebnis kann sich dank der guten Umsetzung der beiden Halter sehen lassen!

Ein Hinweis: Hier geht es nicht um Perfektion, sondern nur um Möglichkeiten! Jeder hat das Recht, dieses Training komplett anders zu gestalten. Es ist kein Muss, es ist kein Garant und noch viel weniger eine Philosophie, die ich Euch ans Herz legen will! Es ist nichts anderes als eine Tätigkeit mit Hingabe! Das kann jeder! Auch Sie!

Es grüßt Euch herzlich

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Carsten Wagner

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